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Farn Tutorial

Hompage der Originalseite

Teil I / Teil II

Inhalt:

  1. Erstellung der Textur
  2. Freistellen der Textur
  3. Nachbessern des Bildes
  4. Größe ändern und Bild zurecht drehen
  5. Speichern unserer Colormap
  6. Erstellung der Alphamap
  7. Erstellung der Bumpmap
Dieses Tutorial soll veranschaulichen wie man einen Farn in Blender mit Hilfe von UV-Texturen erstellen kann.

Voraussetzungen für dieses Tutorial ist der Umgang mit der Oberfläche von Blender.

Da dieser Lehrgang sehr 2D lastig ist, sollte man auch mit der Oberfläche von Adobe Photoshop oder Gimp vertraut sein. Nicht zwingend erforderlich ist ein Flachbettscanner oder Digitalkamera sowie ein Wald mit ausreichendem Farnbestand.

Das Ziel ist es, den Umgang mit Texturen zu verbessern und einen kleinen Einblick in die UV-Texturierung zu gewinnen.

Photoshop wird zu Gunsten der Übersichtlichkeit im weiteren Verlauf dieses Tutorials mit PS abgekürzt.


1. Erstellung der Textur

Zu erst müssen wir uns um die Textur kümmern. Dazu gehen wir in den Wald und suchen uns ein schönes Farnblatt, welches wir mit nach Hause nehmen, um es da dann mit weißem Hintergrund einzuscannen bzw. mit einer Digicam zu fotografieren.

Man sollte dabei aber nicht zu lange rumtrödeln, denn die Blätter welken an einem heißen Sommertag sehr schnell und sind dann unbrauchbar.

Wer sich nicht zwischen Digicam oder Flachbettscanner entscheiden kann sollte sich für den Scanner entscheiden, da man da eine bessere Ausleuchtung und Ausrichtung hat.

Für alle die, die eine gute Ausrede haben, nicht in den Wald zu gehen, habe ich ein Bild vorbereitet.

farn_scan.zip (941kB)


2. Freistellen der Textur

Nun wird der weiße Hintergrund entfernt.

In Photoshop sowie Gimp öffnen wir das Bild und duplizieren die Hintergrundebene, die Original Hintergrundebene löschen wir.

So nun geht's los, wir zoomen ein wenig ins Bild und in

PS gehen wir auf Auswahl->Farbbereich auswählen, klicken mit der Maus, welche sich zu Pipette verändert auf den weißen Hintergrund des Bildes. Bei Auswahlvorschau stellen wir am Besten Graustufen ein. Mit dem Toleranzschieberegler stellen wir das so ein, das dass Farnblatt ganz schwarz bleib, jedoch möglichst alle Zwischenräume weiß sind (zB. 130). Dann mit Okay bestätigen und mit der entfernen Taste die Auswahl löschen.



GIMP gehen wir auf Auswahl->Nach Farbe, den Schieberegler Schwelle auf ca.114 Stellen und mit dem Zeiger auf den weißen Hintergrund klicken. Eventuell den Schwellwert ändern und erneut auf den weißen Hintergrund Klicken, bis man mit der Auswahl zufrieden ist. Dann auf Bearbeiten->Löschen.




3. Nachbessern des Bildes

Sollten die Blätter noch helle Ränder haben (kann man leichter erkennen wenn man eine schwarze Ebene dahinter legt), wiederholen wir den letzten Punkt, mit dem Unterschied, dass jetzt die störenden grauen Ränder ausgewählt werden,



PS:
am besten dazu die Auswahlvorschau auf Ohne stellen und jetzt mit kleineren Toleranzen arbeiten und dann die Auswahl erneut löschen. Bei manchen Stellen mach es auch Sinn per Hand zu löschen (mit Radiergummitool, Modus: Pinsel).

GIMP:
dazu muss der Schwellwert sehr stark gesenkt werden, und Auswahl erneut löschen. Bei manchen Stellen mach es auch Sinn per Hand zu löschen (mit Radiergummitool, Pinsel: zB. Circle(03)).




4. Größe ändern und Bild zurecht drehen

In Blender sollten alle UV-Texturen Quadratisch sein, daher werden wir das Bild entsprechend ändern.

PS:

Unter Bild->Arbeitsfläche... finden wir die benötigten Einstellungen, hier stellen wir zwei gleiche Werte ein, wenn man jedoch das Bild noch drehen muss, wie im Beispielfile, so sollte man einen höheren Wert wählen för das Beispielfile 2400pixel.

Nun Drehen wir das Blatt, dazu unter Bearbeiten->Transformieren->Drehen wählen und das Blatt gerade drehen, frei nach Augenmaß ;-)

Nun wird der überschüssige Rand entfernt. Dazu das Freistellungswerkzeug wählen und mit gedrückter <Shift> Taste eine quadratische Auswahl ziehen, diese Auswahl nun so verschieben, dass sich das Blatt komplett darin befindet. Die Größe des Auswahlrahmens kann man an den Ecken verändern, dabei aber immer die <Shift> Taste gedrückt halten!
Und mit <Enter> bestätigen.

GIMP:

Unter Bild->Leinwandgröße finden wir die benötigten Einstellungen, hier stellen wir bei Leinwandgröße zwei gleiche Werte ein, wenn man jedoch das Bild noch drehen muss, wie im Beispielfile, so sollte man einen höheren Wert wählen für das Beispielfile 2400pixel, eventuell ist es nötig auf das Kettensymbol zu klicken, jetzt noch auf den Zentrieren Button klicken und abschließend auf den Größe ändern Button.

Nun Drehen wir das Blatt, dazu im Werkzeugfenster das Drehtool wählen und das Blatt gerade drehen, frei nach Augenmaß ;-)

Nun wird der überschüssige Rand entfernt. Dazu das Bildzuschneiden Werkzeug und ziehen eine Auswahl um unser Blatt, in der rechten oberen Ecke der Auswahl ändert sich der Cursor und man kann den Auswahlrahmen verschieben, in der linken oberen Ecke kann man die Größe der Auswahl ändern. Hat man das Blatt nun schön eingerahmt, auf den Zuschneiden-Button klicken.

Da unser Bild nun nicht mehr quadratisch ist, müssen wir nun erneut unter Bild->Leinwandgröße gehen.

Hier muss das Kettensymbol wieder getrennt sein, wenn nicht, einfach drauf klicken. Nun gleichen wir hier die zwei Werte Breite, Höhe an indem wir den kleineren Wert durch den größeren ersetzen, in unserem Fall wird der Höhenwert größer sein, daher ändern wie die Breite auf diesen.

Auf den Zentrieren-Button klicken nicht vergessen und dann den Größe ändern Button drücken.


5. Speichern unserer Colormap

So, nun sind wir mit unserem ersten map, genauer gesagt unserer Colormap fast fertig.

PS und GIMP:

Wir fügen einen neue Ebene (auf das Blattsymbol im Ebenenfenster klicken) und schieben diese ganz nach unten im Ebenenfenster. Nun geben wir dieser Ebene eine grüne Farbe, dazu einfach das Pipettenwerkzeug wählen und einen Grünton vom Blattrand aufnehmen. Mit dem Füllwerkzeug nun diese Eben füllen.



So nun speichern wir unser Bild erst einmal ab(in PS als *.psd; in GIMP als *.xcf).

Damit wir das Bild als Textur nutzen können, muss es in einem von Blender lesbarem Format sein, dazu speichern wir dieses Bild erneut als JPG ab.

PS:

Datei->Speichern unter und im Fenster bei Format JPEG einstellen, den Dateinamen ändern wir auf „farn_colmap“ und klick auf Speichern. Nun werden wir aufgefordert die Qualitätseinstellungen vorzunehmen. Den Schieberegler ganz nach rechts, bei Format Optionen auf Mehrere Durchgänge und auf 4 stellen, okay und fertig.

GIMP:

Datei->Speichern unter und im Fenster auf Dateityp klicken und das JPEG-Bild einstellen, den Dateinamen ändern wir auf „farn_colmap.jpg“ und klick auf Speichern. Es erscheint ein Hinweisfenster, indem wir Exportieren klicken, nun werden wir aufgefordert die Qualitätseinstellungen vorzunehmen. Den Schieberegler ganz nach rechts, okay und fertig.

6. Erstellung der Alphamap

Diese Map benötigen wir später um Blender mitzuteilen welche Bereiche in unserem Bild durchsichtig sprich transparent sein sollen und welche nicht.

Blender arbeitet hier mit Graustufen Bilder, wobei Schwarz 100% und Weiß 0% Transparenz entspricht. Grundsätzlich ist es aber egal ob man Schwarz oder Weiß für die 100% Transparenz nimmt, da man in Blender die Kanäle umdrehen sprich Invertieren kann.

Wir erstellen eine neue Ebene, welche wir ganz in den Hintergrund legen und färben diese Weiß und blenden die grüne Ebene aus, indem wir auf das Auge der entsprechenden Ebene klicken.

Über diese Weiße Ebene fügen wir eine ein und füllen diese Schwarz.

Nun müssen wie zu Beginn mit Auswahl->Farbbereich auswählen in PS oder mit Auswahl->Nach Farbe in GIMP eine Auswahl erstellen, anschließend wechseln wir auf die Schwarze Ebene und löschen den Inhalt der Auswahl, wenn wir jetzt den Blattlayer auch ausblenden sollten wir ein schwarzes Blatt auf weißem Hintergrund haben.



Dieses Speichern wir ebenfalls als JPG ab und nennen die Datei „fran_alpha.jpg“.

7. Erstellung der Bumpmap

Damit unser Farnblatt später auch die richtige Oberflächenbeschaffenheit bekommt benötigen wir eine Bumpmap. Wie auch bei der Alphamap handelt es sich hier um ein Graustufenbild, indem statt des Alpha Wertes Höheninformationen gespeichert werden. (zB. Weiß am Niedrigsten und Schwarz am Höchsten)

Wir duplizieren die Ebene auf der sich unser Farnblatt befindet und blenden den Originallayer sowie den Schwarzen Layer aus, so dass nur mehr der Weiße und unser eben Duplizierter Layer sichtbar sind.

PS:

Nun wählen wir Filter->Stilisierungsfilter->Konturen finden. Dann gehen wir auf Bild->Einstellen->Sättigung verringern.

GIMP:

Nun wählen wir Filter->Kanten finden->Kanten.... Hier haben wir die Möglichkeit zwischen verschiedenen Algorithmus wählen, hier kann man sich mit verschiedensten Einstellungsmöglichkeiten austoben, ich hab mich spontan für Prewitt und Menge 2,5 entschieden.

Dann gehen wir auf Ebene->Farben->Sättigung entfernen

Jetzt sollten wir ein Schwarzweißes Blatt auf weißem Hintergrund erzeugt haben, welches wir wieder als JPG unter dem Namen „farn_bumpmap.jpg“ abspeichern.



Außerdem sollte man jetzt seine PSD-Datei in PS bzw. seine XCF-Datei in GIMP speichern, denn wir sind soweit mit unsere Texturerstellung fertig.